Welche Auswahlkriterien sind bei der Wahl eines Tagesgeldkontos zu beachten?
Unter “Auswahlkriterien” wird in diesem Text nun einerseits verstanden, dass Tagesgeldkonten als solche Eigenschaften enthalten, die einen Geldanleger nun dazu motivieren, ein Tagesgeldkonto anstatt eines anderen Finanzproduktes zur weiteren Verwendung auszuwählen. Andererseits unterscheiden sich nun die Tagesanbieter selbst in diesen (im Nachfolgenden dargestellten) Eigenschaften – genau hierauf sollte ein Verbraucher die Tagesgeldanbieter in ihren Produkten vergleichen.
Grundsätzlich und zuerst deutet es sich bei vielen Tagesgeldkonten an, dass sie eine höhere Verzinsung ermöglichen als dies bei anderen Geldanlagemöglichkeiten der Fall wäre – der Grund liegt generell darin, dass Tagesgeldanbieter täglich einen neuen Zinssatz festlegen können. Zum einen birgt dies den Vorteil, dass als Folge dieser Freiheit auffällig interessante Zinsangebote (auf einige Monate als nicht abänderbar festgelegt) für Neukunden gestaltet werden können (zuweilen unter der Auflage an den Geldanleger, den angelegten Betrag für ein Viertel- oder Halbjahr auch ruhen zu lassen). Zum anderen ist dem Verbraucher hier die Möglichkeit gegeben, an jedem Zinsaufschwung des Leitzinses (wie er von der Europäischen Zentralbank gestaltet wird) während der gesamten Anlagedauer teilzunehmen. Dies ist nicht möglich bei Festgeldanlagen, die über die gesamte Laufzeitdauer hinweg einem einzigen Zinssatz folgen.
Ein Weiteres: Tagesgeldanbieter bieten Zinsgutschriften an, die nicht nur im Jahresrhythmus durchgeführt werden. Es geht hier um monatliche Verzinsungen ebenso wie um vierteljährliche, die – je nach Produkt, Angebot und Anbieter – von einem Verbraucher wählbar sind. Die Folge: Im Gegensatz zu Festgeld (hier wird Kapital erst nach beispielsweise fünf Jahren verzinst) können auf einem Tagesgeldkonto nach etwa einem Monat bereits Zinsen zu der angelegten Summe hinzugefügt werden (die Zinsen werden “kapitalisiert”) und dann im Folgemonat mitverzinst werden (so kann bei Tagesgeld mehrfach im Jahr – im besten Falle zwölf Mal – ein “Zinseszins”-Effekt erwirtschaftet werden). Im Gegensatz zu anderen Bankprodukten ist das Führen eines Tagesgeldkontos zudem völlig gebührenfrei – und dies trotz der telefonischen Kundenbetreuung. Diese erlaubt es auch über diesen Weg (neben dem des Online-Zugangs), Auszahlungen aus dem Tagesgeldkonto auf das eigene Girokonto (das Referenzkonto), Einzahlungen aus dem Referenzkonto auf das Tagesgeldkonto sowie auch Kontostandsabfragen durchzuführen.




